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Freude an Farben
Elbtal-Dorchheim. Eine festliche Vernissage war der Startschuss für eine neue Ausstellung im Rathaus Marienstätter Hof. Dort sind bis zum 19. September Werke von Roswitha Will zu sehen ...

Hinweis:
Verwendung der Artikel der Nassauischen Neuen Presse mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Societäts-Druckerei
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Roswitha Will zeigt ihre Arbeiten im Marienstätter Hof

Roswitha Will vor ihrem Werk «Big Paradise». Die Künstlerin zeigt ihre Arbeiten noch bis 19. September im Marienstätter Hof. Foto: QuireinBild: Roswitha Will vor ihrem Werk «Big Paradise». Die Künstlerin zeigt ihre Arbeiten noch bis 19. September im Marienstätter Hof. Foto: Quirein

Das Rathaus Marienstätter Hof ist seit mehr als 15 Jahren eng mit der Kunst verbunden und ein beliebter Ort für Ausstellungen. Jetzt war wieder ein «künstlerischer Tapetenwechsel»: Bis Sonntag, 19. September, sind dort Werke von Roswitha Will zu sehen. Der Name der Ausstellung – veranstaltet vom Gemeindevorstand – ist Programm: «Farbs(ch)ichten» zeigt unter anderem Ölgemälde in Lasur-Mehrschichttechnik und fotografische Werke. Und die in Lindenholzhausen beheimatete Künstlerin zeigt so nicht nur ihre Vielseitigkeit, sondern auch ein kreatives Spiel mit Motiven, Farben und Formen.

Er könne nicht sagen, welches Bild am schönsten sei, dazu seien die Bilder viel zu unterschiedlich, lobte Bürgermeister Hubert Lenz die Werke bei seiner Rede, der ein überaus gelungener musikalischer Auftritt von Sängerin Elisa Will, der Tochter der Künstlerin, und ihres Onkels Bernhard Will folgte.

Leidenschaft für Fotos

«Eine Sache haben Roswitha Will und ich gemeinsam: Die Freude an Farben», sagte Patricia Knobloch, die unter anderem schon seit mehr als 15 Jahren ehrenamtlich in allen Kunstbelangen des Rathauses tätig ist und den Vernissage-Besuchern eine fachmännische und kurzweilige Einführung in die Werke Wills gab. Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit als Malerin habe Roswitha Will – seit 2002 Mitglied in der «Elzer Künstlerwerkstatt» – vor einigen Jahren auch die Fotografie für sich entdeckt. Zu den beliebtesten Motiven der Künstlerin zählen Blumen, Steine, Landschaften und Tiere, die sich auch auf Fotokarten wiederfinden, die im Trauzimmer betrachtet und auch käuflich erworben werden können. In diesem Zimmer im Rathaus zeigt sich die Künstlerin vor einer anderen Seite, als ihre Werke am Treppenaufgang und Hauptraum vermuten ließen. Ein beeindruckendes 90 mal 120 Zentimeter großes Gemälde der Schauspielerin Scarlett Johannsen «begrüßt» die Besucher beim Eintreten. «Die Ölfarben gleiten leise und zart ineinander und zeigen, dass die Künstlerin dieses Thema kunstvoll und gekonnt umgesetzt hat», lobte Patricia Knobloch ihre Kollegin. Das Bild spreche einfach für sich.

«Scarlett Johannsen» ist im Trauzimmer in bester Gesellschaft: Es gibt noch Collagen, bei denen Roswitha Will verschiedenen Materialien wie Spachtelmasse, Fotos und sogar Teile einer alten CD kunstvoll anordnet. Das Werk «Urknall» – im Hauptraum zu sehen – ist ein ganz besonderes Werk für Roswitha Will. Es sei eines ihrer ersten Bilder und habe in ihr etwas ausgelöst, sie der Kunst näher gebracht, sagte die gebürtige Limburgerin, die seit 1975 zunächst als Autodidaktin, später unter professioneller Anleitung die Kunst zu ihrer Leidenschaft werden ließ. «Ich möchte mich nicht auf eine Stilrichtung festlegen», erklärte Roswitha Will ihre Vielseitigkeit und bedankte sich in aller Kürze für die Lobesworte des Bürgermeisters und von Patricia Knobloch: «Ich fasse mich kurz, lieber sollen meine Bilder sprechen.» qui qui
 

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