| "Die Flucht nach Ägypten" |
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Hinweis: Verwendung der Artikel der Nassauischen Neuen Presse mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Societäts-Druckerei. Bis "Maria Lichtmess" (2. Februar) wird das Bild stehen bleiben, dann ist Schluss mit der Krippendarstellung. Winfried Breser, langjähriger Krippenbauer der Kirchengemeinde, sieht in der Darstellung einen deutlichen Bezug zur Gegenwart. "Auch heute sind jeden Tag tausende von Menschen auf der Flucht." Allerdings ist die Darstellung, basierend auf der Schilderung im Evangelium nach Matthäus, historisch überaus umstritten. König Herodes war zwar ein grausamer Herrscher, der auch Mitglieder der eigenen Familie ermorden ließ, aber ein Kindermord gilt als unwahrscheinlich. Der römische Historiker Flavius Josephus, der die Zeit und das Wirken von Herodes ausführlich beschreibt, erwähnt die Tat mit keinem Wort. Für den Evangelisten Matthäus macht sie jedoch Sinn. Mit der Flucht von Maria und Joseph gelangt Jesus nach Ägypten. Und damit erfüllt sich das Wort des Propheten Hosea: "Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen." Mit dem Aufenthalt in Ägypten drängt sich zudem ein Vergleich mit Moses auf. Moses wird in einem Korb auf dem Nil ausgesetzt, nachdem der ägyptische König angeordnet hatte, alle neugeborenen Israeliten zu töten. jl Artikel vom 19. Januar 2012, 03.23 Uhr (letzte Änderung 19. Januar 2012, 05.02 Uhr) |





