Vorwort |
70000 v.Chr. | 770 n.Chr. | ab 1000 |
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ab 2000
Vorwort zur Ortsgeschichte als Kurzgeschichte (von Josef J.G. Jung)
Vorgeschichtlich Bodenfunde, die bis in die Steinzeit zurückreichen, lassen auf eine frühe Besiedlung unseres heimischen Raumes schließen. Im Jahre 772 wird Lindenholzhausen erstmals urkundlich erwähnt, und zwar als "Holtzhuse". Damals gehörte es zum Niederlahngau und später zur Grafschaft Diez. Bei dem seit 1486 auftretenden Begriff "Kirchspiel Lindenholzhausen" handelte es sich um die politische Bezeichnung eines Verwaltungs- und Gerichtsbezirks, zu dem neben Lindenholzhausen mit +Rübsangen und +Vele noch Eschhofen mit +Mailstadt sowie Mühlen gehörten. 1564 kamen noch Dietkirchen und +"Kreuch" (in der heutigen Brückenvorstadt von Limburg gelegen) hinzu. Im gleichen Jahr gelangte das Kirchspiel Lindenholzhausen im Rahmen der Teilung der Grafschaft Diez zum Kurfürstentum Trier und blieb daher dem katholischen Glauben erhalten. Nach der Zugehörigkeit zum Fürstentum Nassau-Weilburg ab 1802 und ab 1806 zum Herzogtum Nassau kam Lindenholzhausen 1866 zu Preußen und nach dem Zweiten Weltkrieg (1939-45) zum Land Hessen. Ab 1.1.1972 ist Lindenholzhausen, dessen Gemarkung 832 ha umfaßt, Stadtteil von Limburg a. d. Lahn. Zur Gemarkung von Lindenholzhausen - im "Goldenen Grund" gelegen, gehören auch die ausgegangenen Siedlungen Rübsangen und Vele. Von der Gemarkungsfläche waren 1967 645 ha Ackerland, 45 ha Wiesen, 10 ha Gärten, 55 ha Wald, 52 ha Wege und Straßen, 17 ha Haus- und Hofstellen, 6 ha Öd- und Unland und 2 ha Wasserläufe. In der Gemarkung von Lindenholzhausen befindet sich der Sauerbrunnen, auf den bereits urkundliche Belege von 1323 hinweisen.
Über die Entwicklung der Einwohnerzahlen von Lindenholzhausen seit 1532 geben folgende Daten einen Einblick: 1532 = ca. 310, 1674 =ca. 245, 1697 = 382, 1790 = 624, 1895 = 1304, 1939 = 1961, 1946 = 2.282 und 1995 3.090 (davon 172 ausländische Mitbürger). In diesem Zusammenhang ist anzumerken, daß im 19. Jahrhundert über 100 Personen von hier ausgewandert sind, und zwar insbesondere nach Nordamerika. Aus dem Ersten We1tkrieg (1914-18) waren von der Gemeinde 57 Menschenopfer zu beklagen, während in Zweiten Weltkrieg sogar 148 Personen ihr Leben lassen mußten; der Gedenkstein auf dem Friedhof enthält ihre Namen. 1953 lebten in Lindenholzhausen 295 Heimatvertriebene und Flüchtlinge sowie 115 Evakuierte aus ausgebombten Großstädten. Im Jahre 1987 waren 83,2 % der Einwohner römisch-katholisch, 13,1 % evangelisch und 3,7 % gehörten sonstigen Religionsgemeinschaften an bzw. waren konfessionslos.

Die Ortsgeschichte nach Zeiten geordnet
(erstellt von Josef J.G. Jung, ergänzt und weiter geführt von Bernd Rompel)
70000 - 50000 v. Chr.: Fund eines altsteinzeitlichen Gerätes (Schaber) in der Kiesgrube "Auf dem Scheid" Ende der fünfziger Jahre im 20. Jahrhundert.
ca. 40000 v. Chr.: Fund von Knochengeräten (Schaber, Bohrer, Glätter), 1913 im Quellengrund des Sauerbrunnens aus der jüngeren Altsteinzeit, mit Resten von Eiszeitwiesent und Wildpferd.
ca. 3500 - 2300 v. Chr.: Fund von Tongefäßen mit bandförmigen Verzierungen (Bandkeramiker) beim Bau der Überführung der Fahrzeugbahn über die B 8 oberhalb des Hammerberges.
2000 v. Chr.: Fund einer Steinsäule (Menhir - Hinkelstein, 2,90 m hoch, 1,75 m breit, 0,30 m dick) 1980 in der Flur "Auf den Heiern", Aufstellung am Grenzweg zu Ennerich.
ca. 1200 - 750 v. Chr.: Fund eines urnenfelderzeitlichen Gefäßes (60 cm Höhe) 1920 im Oberfeld sowie Funde zahlreicher Graburnen 1864 bei der Friedhofserweiterung westlich der Kapelle.
800 - 500 v. Chr.: Fund von groben Siedlungsscherben aus der älteren bis jüngeren Eisenzelt 1978 beim Ausheben von Fundamentgräben an der Schießsportanlage im Hochfeldswald.

um 770 - 780 n. Chr.: Spätfränkischer Friedhof (Steinplattengräber) wird 1959/60 in der Flur "Die Grabgewann" beim "Ennericher Scheidepfad" entdeckt und teilweise ausgegraben.
772: Erste urkundliche Erwähnung von Lindenholzhausen (1305 Hultshusin prope Ribesangin, 1306 Holtshusen bi Ribesangen, 1339 Holtzhusen prope Lympurg, 1463 Hulzhusen zo der lynden, 1513 Lynnenholzhausen und 1530 schon Lindenholzhausen - wird künftig mit L. bezeichnet) als Dorf des Lahngaus in einer Schenkungsurkunde des Klosters Lorsch im Ried vom 12. August. - Karl der Große regiert das fränkische Reich von 768 - 814.

1053: L. gehört einer Grafschaft an, die sich später nach der vor 1073 erbauten Burg Diez benennt - Von 1056 - 1106 regiert Kaiser Heinrich IV. das Heilige Römische Reich Deutscher Nation.

um 1150: Anfertigung des romanischen Bronzekruzifixus, des ältesten Kultgegenstandes der heutigen Pfarrei St. Jakobus Limburg-L. - Regierungszeit von Kaiser Friedrich I. Barbarossa (geb. 1125, Dt. Kaiser v. 1155 - 1190).

1235: In einer Schenkungsurkunde des Klosters Gnadenthal bei Dauborn vom 30. November wird erstmals eine Kirche in L. erwähnt, die sicherlich im 11./12. Jahrhundert erbaut worden ist - Erwähnung von Weinbergen in L. - Am 11. August 1235 erfolgt die Weihe der Stiftskirche St. Georg in Limburg (heutiger Dom). - Regierungszeit Kaiser Friedrich II.
1235 - 1466: Urkundliche Erwähnungen des um 1450 ausgegangenen Dorfes "Vele", Lage nördlich des Bahnhauses vor dem Scheidkopf.
ca. 1260: Anlegung des Dorfzaunes und des Dorfgrabens in L. sowie Errichtung der Pforten, Schläge und Falltore (Wehrcharakter).

1305: Erste Erwähnung des damals bereits ausgegangenen Dorfes "Rübsangen" in einer Urkunde des Klosters Eberbach im Rheingau. Rübsangen soll östlich des heutigen Friedhofs in L. gelegen haben. Die Gemarkungen von Rübsangen und Vele sind zur Gemarkung L. gekommen.
1306: Erstmalige Erwähnung eines Gerichts in L., auch 1342 und 1372 (Zivil- und Kriminalgericht), 1444 - 1454 Zent L., 1485 Grafschaftsgericht, 1486 Kirchspielsgericht, ca. 1552 und 1612 Landgericht. - Kaiser Heinrich VII. regierte von 1308 - 13. - 1315 Bau der alten Lahnbrücke in Limburg.
1323: Erste Erwähnung der romanischen Rübsanger Kirche (St. Albanus), deren mögliche Vorläuferin aus dem 9./10. Jahrhundert stammen dürfte.
1326: Erwähnung einer Mühle des Klosters Arnstein, Standort der heutigen Lindenmühle. - Beginn der deutschen Ostkolonisation.
1380/81: Erste urkundliche Nennung des Sauerbrunnens. - Erwähnung des heutigen "Wingertsberges" als Weinberg. - Wenzel deutscher König von 1378 -1400.

1486: Erstmaliges Auftreten des Begriffes "Kirchspiel Lindenholzhausen" für den Verwaltungsbezirk bestehend aus L. mit Rübsangen und Vele sowie Eschhofen und Mühlen, seit 1564 auch einschließlich Dietkirchen und Kreuch. - Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus 1492 (Ende des Mittelalters, Beginn der Neuzeit).

1518: Das alte Rathaus (Gericht) an der Kirchfelder Straße 11/13 in L. wird abgebrochen; gleichzeitig erfolgt ein Neubau an der gleichen Stelle (Kreuzgasse). Es ist beim großen Brand von 1801 zerstört worden, muss jedoch an der gleichen Stelle wieder aufgebaut worden sein und diente später als Gemeindehaus, Schule und Rathaus, 1970 Abbruch, jetzt Dorfplatz mit Brunnen. - 1517 Beginn der Reformation.
1525/28: In der Rübsanger Kirche befindet sich neben dem St. Albans-Hauptaltar ein neuer Altar zu Ehren Unserer Lieben Frau und St. Johannes d. Ev.. - 1524/25 Bauernkriege in Schwaben, Elsaß, Franken und Thüringen sowie am Mittelrhein.
1532: L. hat 310 Einwohner.
1542: In der ältesten Einwohnerliste (Türkensteuerliste) erscheinen Familiennamen, die bis heute in L. Bestand haben: Göbel, Jung, Weidenbusch.
1532: Gegen 3 "Weiber" aus L. wird in Diez ein Prozess geführt (es handelt sich wohl um einen Hexenprozess).
1564: Der "Diezer Vertrag" wird am 27. Juli zwischen Graf Johann VI. (dem Älteren) und dem Kurfürsten von Trier geschlossen. Dieser Vertrag bringt dem Erzstift Trier u.a. auch die volle Herrschaft über das Kirchspiel Lindenholzhausen (Ursache für die Nichteinführung der Reformation in L.). Dietkirchen und das wüst gewordene Dorf Kreuch in der heutigen Brückenvorstadt von Limburg kommen zum Kirchspiel L. - Maximilian II. Kaiser von 1564 - 1576.

1601: In L. wird ein "Monstrum" geboren (wahrscheinlich siamesische Zwillinge).
1603: In einem Hexenprozess in Limburg werden Barb aus Brechen und Happeln, Eva aus L. genannt; letztere kam wohl mit dem Leben davon, da sie in L. noch 1604 als Hebamme lebte. - Glock, Hengen, ein "Wahrsager" aus L. wird kurz vor 1603 wegen Zauberei zu Limburg "stranguliert" und unter dem dortigen Galgen bestattet.
1611: Nach einem Brand in Oberbrechen leisten die Einwohner von L. nachbarschaftliche Hilfe.
1618-1648: Dreißigjähriger Krieg. Wegen seiner Lage in der Nähe von zwei großen Landstraßen (Köln-Frankfurt - Hohen- und Heerstraße und Siegen-Mainz) hat L. in Kriegszeiten viel zu leiden. Heeresdurchzüge, PIünderungen, Hungersnöte, Brandschatzungen und die Pest setzen dem Dorf und seinen Bewohnern schwer zu.
1631: Bau der Wendelinuskapelle, Altar letztes Viertel 17. Jahrhundert.
1663: In L. wird erstmals Schulunterricht gehalten. Vorher konnten Jugendliche aus L. die Stiftsschule in Dietkirchen besuchen.
um 1680/90: Bau der Halle auf dem Friedhof, die im 19. Jahrhundert in eine Kapelle umgestaltet wird (3; 17). - 1683 - 99 Türkenkrieg, Belagerung Wiens. - Pfälzer Erbfolgekrieg 1688 - 97 (Pfalzverwüstung durch die Franzosen).
nach 1683: Errichtung der Friedhofsmauer um den alten Friedhof, der seitdem dreimal erweitert worden ist.
vor 1695: Anschaffung der barocken Monstranz, Augsburger Arbeit.
1697: L. hat 382 Einwohner.
1698: Abbruch der 500 -600 Jahre alten St. Jakobuskapelle außer dem romanischen Turm (ehemals Wartturm). Größerer Neubau der Kapelle, die 1725 Pfarrkirche wird.

um 1700: Anschaffung des Hochaltars, der aus dem Kloster Eberbach im Rheingau stammen soll und des heutigen Vierzehn-Nothelferaltars. - Spanischer Erbfolgekrieg 1701 - 14.
1703: Erwähnung des untersten Brandweihers (Weed), der sich bis 1924/25 in der unteren Sackstraße befindet. Ein weiterer Brandweiher ist unmittelbar an der alten Kirche vorhanden.
1725: Errichtung der Pfarrei Lindenholzhausen am 10. Mai durch den Trierer Erzbischof und Kurfürsten Franz-Ludwig von Pfalz-Neuburg. Abtrennung Lindenholzhausens von der Mutterpfarrei Dietkirchen. - Das seitherige Schul- und Backhaus wird Pfarrhaus, ab 1748 Frühmessereihaus. Es steht unmittelbar östlich an der Kirche und wird 1851 abgelegt. - Karl VI. deutscher Kaiser von 1711 - 40.
1728: Bau der heutigen Lindenmühle als Gemeindemühle auf alten Grundmauern des Vorgängerbaus.
um 1730: Anschaffung der Kanzel mit der Plastik des Guten Hirten, einem Werk von Martin Volk - Hadamarer Schule.
1737: Weihe der 1698 erbauten Pfarrkirche zu L. und des Hochaltars durch den Trierer Weihbischof Lothar Friedrich von Nalbach am 2. August.
1740: Stiftung des HI. Kreuzaltars durch den aus L. stammenden Alberich Dornuff, Chorherr am Stift Limburg (heute Dom) und von 1752 - 1781 dessen Dechant. - Österreichischer Erbfolgekrieg 1740 - 48. Kaiserin Maria Theresia von 1740 - 80, König Friedrich II. der Große 1740 - 86.
1748: Das um 1670 erbaute Wohnhaus des Schultheißen Johannes Dornuff (1645 - 1729) wird Pfarrhaus. Im fränkischen Erker dieses Hauses befinden sich die Embleme der Familien Dornuff und Kropp. Es dient bis zum 31.03.1979 als Pfarrhaus und befindet sich heute noch gegenüber der alten Kirche.
1750: Großbrand in L., 93 Gebäude werden eine Beute des Feuers, 30000 Reichstaler Schaden. - 1756 - 63 Siebenjähriger Krieg.
1758: Anschaffung des kelchförmigen barocken Taufbeckens aus rotem Marmor (heutiges Weihwasserbecken am Nebeneingang der Kirche). Bis zu diesem Zeitpunkt fand das romanische Taufbecken (12./13. Jahrhundert) Verwendung, das nunmehr in der neuen Kirche wieder seine ursprüngliche Funktion einnimmt.
1763: Johann Schram und seine Ehefrau wandern von L. nach Ungarn aus.
1767: Der Spengler Johann Peter Mayer wandert von L. nach Russland aus.
1768 - 1780: Bau der durch L. verlaufenden kurtrierischen Straße Koblenz-Limburg-Frankfurt (ist in L. die heutige B8); 1789 erfolgt die Aufstellung des Stundensteins an dieser Straße gegenüber des Wingertsberges.
1773/74: Anschaffung der ersten Orgel; sie stammt aus dem St. Martinskloster In Boppard. - 1777 Unabhänigkeitserklärung der USA.
1787: L. hat 666 Einwohner. - 1789 Beginn der Französischen Revolution.

ca. 1800: Ein Spritzenhaus befindet sich (bis 1914) auf dem heutigen Grundstück Wendelinusstraße 16 - Rompel-Waanischs.
1801: Großbrand in L. am 11. August, 63 Hofreiten mit der Ernte werden vernichtet, 2/3 der Einwohner sind ohne Wohnung, Brot und Hausrat. Beschädigung des Kirchendachs und des Kirchturms durch diesen Brand, Vernichtung der vorhandenen 4 Glocken.
1802: L. kommt an das Fürstentum Nassau-Weilburg - ab 1806 Herzogtum Nassau.
1806/07: Niederlegung der Albanuskirche auf dem Friedhof. Diese Kirche soll an Gestalt und Größe der Bergerkirche gleich gewesen sein. - 1806 Kaiser Franz II. legt die deutsche Kaiserwürde nieder. Ende des heiligen römischen Reiches Deutscher Nation. Allgemeine Umwandlung der geistlichen Güter und Herrschaftsbereiche in weltliche (Säkularisation). - Napoleon Bonaparte von 1804 - 15 Kaiser der Franzosen. - 1827 Gründung des Bistums Limburg.
1832: Es sind 3 Glocken vorhanden (900, 700 und 500 Pfund schwer), die Turmuhr hat kein Ziffernblatt mehr.
ab 1836: Zahlreiche Lindenholzhäuser (über 100 Personen) wandern aus, vornehmlich nach Nordamerika.
1844: Gründung des 1. Gesangsvereines in L. (Männerchor).
1846: L. hat 1148 Einwohner.
1847: Zehntablösung in L.
1848: Rodung der Löhnheck (135 Morgen). Von diesem Wald bleibt der "Liehbaum" erhalten, der heute unter Naturschutz steht. - In L. existiert ein Gewerbeverein. - Delegierte von 200 nassauischen Gemeinden besuchen am 11. Juli in L. die Antizehntversammlung.
1866: L. kommt zum Königreich Preußen. - Krieg Preußens gegen Österreich und die mit ihm verbündeten Länder des Deutschen Bundes (deutscher Bruderkrieg).
1871: Gründung bzw. Neugründung des Männergesangvereins "Liederkranz". Der Verein löst sich Ende der 80er Jahre des 19. Jahrhunderts wieder auf. - Einweihung der alten Schule in der Schulstraße am 3. Dezember. - 1870/71 Deutsch-französischer Krieg. 1871 Gründung des deutschen Kaiserreiches unter Preußens Führung.
1873: Der Limburger Bischof Dr. Dr. Antonius Hilfrich (von 1930 - 1947) wird am 3. Oktober in L. geboren (gestorben am 05.02.1947). Aus L. stammen über 40 Priester und Ordensleute.
nach 1880: In der Fallbornstraße sind mehrere alte Häuser abgebrannt.
1885: Die Gemeinde L. zählt 260 Haushalte.
1886: Gründung des Landkreises Limburg.
1887: Gründung der Kyffhäuserkameradschaft (Kriegerverein).
1892: Gründung des Männergesangvereins "Frohsinn". Der Verein löst sich um 1897 wieder auf.
1893/94: Nachdem am 04.06.1891 der Blitz in den romanischen Kirchturm eingeschlagen und diesen schwer beschädigt hat, erfolgt der Abbruch desselben, die Erweiterung der Kirche nach Westen und der Bau des heutigen Kirchturms, der 36 m hoch ist.
1896: Gründung des Turnvereins.
1898: Anschaffung einer neuen Orgel mit 11 Registern von Orgelbaumeister Horn, Limburg.

1901: Gründung des heutigen Männerchors "Cäcilia" an Maria-Lichtmeß, 2. Februar.
1906: Gründung des Männergesangvereins "Harmonie" an Dreikönig, 6. Januar.
1907: Gründung des Katholischen Arbeitervereins, des späteren Männerwerks, der heutigen Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB).
1910: Einrichtung des hiesigen Schwesternhauses (St. Josefshaus), das von Dernbacher Schwestern (Arme Dienstmägde Jesu Christi) bezogen wird. - L. hat 1541 Einwohner.
1912/13: L. erhält elektrisches Licht.
1913: Ausbau des Sauerbrunnens in seiner heutigen Gestalt (Brunnenoval, jedoch ohne Dach).
1914/18: Erster Weltkrieg. Das Kriegerdenkmal auf dem Friedhof, 1922 von Johann Anton Roos geschaffen, enthält 57 Namen von Kriegsopfern.
1919: Eröffnung des Haltepunktes in L. an der Bahnlinie Limburg - Frankfurt/Main am 10. Juli, die 1879 in Betrieb genommen wurde (Friedrich Schiemenz, Die Eisenbahngeschichte des Goldenen Grundes).
1920: Gründung des Vereins für Rasensport. - Die ersten Radios kommen ins Dorf; es handelt sich um Detektorgeräte mit Kopfhörern. - Gründung der Weimarer Republik.
1921: Anschaffung von 3 Glocken, nachdem 1917 die seitherigen bis auf eine eingezogen worden sind. Gewicht: 791 kg, 492 kg, 334 kg; Intonierung: g, b, e. - "Harmonie"-Sängerfest.
um 1923: Erste Haltung von Personenkraftwagen in L.
1924/25: Einleitung der Konsolidation der Gemarkung; Ende der jahrhundertealten Dreifelderwirtschaft. - Bau der Wasserleitung und des Hochbehälters an der Straße nach Mensfelden vor dem heutigen Hochbehälter. - Inflationszeit.
1925: Errichtung des St. Albandenkmals am 20. September auf dem Friedhof aus Anlass des 200-jährigen Bestehens der Pfarrei.
1926/27: Anbau der beiden Seitenschiffe an die Pfarrkirche, die nunmehr einen kreuzförmigen Grundriss hat. - 1926 "Cäcilia"-Sängerfest.
1929: Gründung des Obst- und Gartenbauvereins. - Rodung der 143 Morgen umfassenden Kauterheck. Sie grenzte unmittelbar an das Eschhöfer Wäldchen bei Linter; die Grenze bildete der Eselsweg von Linter nach Mühlen.
1930: Gründung des Rassegeflügelzuchtvereins.
1931: "Harmonie"-Sängerfest. - Zeit der großen Arbeitslosigkeit.
1932: Rodung des 51 Morgen großen Sauerbornswaldes und eines Teils (25 Morgen) des Hochfeldswaldes.
1933: Gründung der Freiwilligen Feuerwehr. - Machtergreifung in Deutschland durch die Nationalsozialisten unter Adolf Hitler (Drittes Reich).
1934: Zusammenschluss des Turn- und Sportvereins (TuS) im Zuge der "Gleichschaltung".
1936: Die Hebamme Anna Roos von L. wird im Juli von der Gestapo wegen negativer Äußerungen über Adolf Hitler festgenommen und bis Februar 1937 inhaftiert.
1937/39: Bau der durch die Gemarkung von L. verlaufenden Fahrzeugbahn Köln-Frankfurt - A 3.
1938: Der hiesige jüdische Dentist Ludwig Ornstein wird von der Gestapo für ein halbes Jahr in Schutzhaft genommen. Im Laufe des Krieges wird er in das KZ Auschwitz deportiert, wo er wohl umgekommen ist. Seine Ehefrau Berta geb. Strauss ist sicherlich ebenfalls im Osten im KZ ums Leben gekommen.
1939: L. hat 1961 Einwohner.
1939-1945: Zweiter Weltkrieg. Die Einwohner von L. haben 150 Kriegsopfer zu beklagen, groß ist die Anzahl der Kriegsbeschädigten.
1943: Der Veler Born, 1323 urkundlich erwähnter Brunnen des ausgegangen Dorfes Vele, wird beseitigt.
1944: Luftangriff auf L. am 25. November, 4 Einwohner werden getötet und 6 Häuser zerstört.
1945: Bildung des Landes Hessen am 19. September. - Hessische Verfassung am 01.12.1946.
1946: L. kommt zum Land Hessen. - Das Dorf zählt 2282 Einwohner, davon sind 290 Heimatvertriebene und rund 100 Evakuierte aus Großstädten. - Es sind 624 Haushalte vorhanden. - Gründung der Kulturvereinigung Lindenholzhausen, des späteren Verschönerungsvereins. - Gründung des Katholischen Kirchenchors am 19. Januar (Patron St. Sebastian, heute St. Jakobus).
1948: Viehbestände in L.: 138 Pferde, 513 Stück Rindvieh, 603 Schweine, 303 Ziegen, 1722 Hühner, 41 Bienenstöcke. - Währungsreform am 20.06.1948 in Westdeutschland.
1949: Friedhofserweiterung in südwestlicher Richtung. - Errichtung des Wegkreuzes in der unteren Bahnhofstraße. - Gründung der Bundesrepublik Deutschland (Westdeutschland) am 23.05.1949 (Bonner Grundgesetz). - 30.05.1949 Gründung der Deutschen Demokratischen Republik (DDR - Ostdeutschland).

1951: Anschaffung eines neues Geläuts (das vorherige ist im 2.Weltkrieg bis auf eine Glocke eingezogen worden) bestehend aus 3 Glocken: Christkönigs-Glocke, 790 kg, fis; Marien-Glocke, 440 kg, a; Jakobus-Glocke, 305 kg, b. - "Cäcilia"-Sängerfest.
um 1953: Erwerb der Totenglocke für den Dachreiter der Friedhofskapelle durch die Gemeinde. Die frühere Glocke stammte aus dem alten Limburger Domgeläut und wurde im 2. Weltkrieg abgeliefert.
1954: Bei der Vergrößerung der alten Schule werden auch Räume für die Feuerwehr geschaffen - Geräte- und Spritzenhaus.
1955: Die Gemeindevertretung beschließt am 27. April die Einführung der Müllabfuhr. - Abwasserkanalisierung im gesamten Dorf.
1956: Eine Ortsrufanlage wird installiert über die bis zur Auflösung der Verwaltungsstelle 1986 für wichtige Mitteilungen und Hinweise sowie für Durchsagen, Gratulationen etc. genutzt wird. - "Harmonie"-Sängerfest. - L. hat 2413 Einwohner.
nach 1956: Durchführung der Flurbereinigung in L., Bau von 9 Aussiedlerhöfen, davon 6 auf dem Hochfeld, 3 auf dem Bergerfeld.
1957: Erstes Waldfest auf dem Wingertsberg, das danach alljährlich stattfindet. Veranstalter ist der Verschönerungsverein. Die HARMONIE nimmt erstmals am internationalen Eisteddfod im walisischen Llangollen teil. Es ist dies die erste Auslandsreise eines Ortsvereins aus L.
1958: Die Gemeindevertretung beschließt am 25. April die Einführung des Ortswappens, das sich an das Gerichtssiegel von 1486 anlehnt: In Gold eine stilisierte, grüne Linde mit Wurzelwerk.
1960/61: Bau der Kläranlage, der ersten des Kreises Limburg.
1961: Errichtung des Spielplatzes in der Schubertstraße durch den Verschönerungsverein (siehe Inschrift am Eingang des Spielplatzes). L. hat 8,2 km Gemeindestraßen, davon sind 4,4 km Innerortsstraßen.
1961: In L. gibt es am 6. Juni 481 Wohngebäude (bei 772 Haushalten), davon sind 226 vor 1919 erbaut worden. Von 1961 bis 1972 werden 79 Wohnhäuser errichtet und zahlreiche An- und Umbauten vorgenommen. - 13. August Mauerbau in Berlin.
1962: "Harmonie"-Sängerfest.
1963: Die hiesige Schwesternniederlassung im Schwesternhaus (Kirchfelderstraße 3) wird zum 1. April aufgelöst.
1964: Bau der Leichenhalle unter Einbeziehung und Veränderung der seitherigen Friedhofskapelle.
1964/65: Bau eines neuen Rathauses (Kirchfelder Straße 21), das später zur Verwaltungsstelle wird und 1986 an einen Privatmann (Fam. Fachinger) veräußert wird.
1965: Die Gemeindevertretung genehmigt am 30. März die Errichtung des Pavillons auf dem Wingertsberg durch den Verschönerungsverein.
1965: Einweihung des von der Kath. Kirchengemeinde errichteten Kindergartens am 26. September.
1966: Das alte Gemeindebackhaus (erbaut 1825) in der Stiegelstraße wird abgelegt. - "Harmonie"-Sängerfest.
1967: Dr. Egon Eichhorn veröffentlicht die Geschichte der Kirchen der Pfarrei L. - Gründung der Ortsgruppe des Deutschen Roten Kreuzes.
1968: Einweihung der Lindenschule am 23. März, die bereits seit 1966 benutzt wird.
1969: Wahl des ersten Pfarrgemeinderats am 16. März. - Gründung des Vereins der Bergwanderfreunde - Gründung des Schützenvereins L., der aus der Kyffhäuser-Kameradschaft von 1877 hervorgeht.
1970: Von den 2800 Einwohnern sind 2520 (90%) röm.-kath., 257 (9,2%) evangelisch und 23 (0,8%) gehören sonstigen Religionsgemeinschaften an oder sind konfessionslos. - Das alte Bürgermeisteramt an der Kreuzgasse wird abgelegt. Dort entseht ein Dorfplatz mit Brunnen. - In L. gibt es 204 Telefonanschlüsse. - Viehbestände: 9 Pferde, 624 Stück Rindvieh, 1120 Schweine, keine Ziegen, 5711 Hühner, 51 Bienenstöcke.
1971: Es sind 35 landwirtschaftliche Betriebe vorhanden. - In L. gibt es 531 Fernsehgeräte. - Beginn der Bauarbeiten für die Schießsportanlage und des Vereinsheims des Schützenvereins im Hochfeldswald. - L. hat 2957 Einwohner. - "Cäcilia"-Sängerfest.
1972: Lindenholzhausen wird am 1. Januar auf freiwilliger Basis Stadtteil von Limburg/Lahn. - Zur Vertretung der Bürger des Stadtteils Lindenholzhausen wird ein Ortsbeirat gebildet, der beratende Funktion hat. - L. zählt 957 Haushalte. - Es sind zwischen 400 und 500 Personenkraftwagen vorhanden. - Die Gemarkung L. umfasst 832 ha. Von dieser Gemarkungsfläche waren im Jahre 1967 645 ha Ackerland, 45 ha Wiesen, 10 ha Gärten, 55 ha Wald, 52 ha Wege und Straßen, 17 ha Haus- und Hofstellen, 6 ha Öd- und Unland, 2 ha Wasserläufe. - Die Stadt Limburg erwirbt den Sauerbrunnen. - L. begeht die 1200-Jahrfeier. - Herausgabe eines Buches mit Beiträgen zur Ortsgeschichte von L. (verfasst von Egon Eichhorn, Dr. Hellmuth Gensicke, Josef J.G. Jung, Richard Jung, Dr. Eike Pachali und Georg Rompel).
1973: Feuerwehrfest 40 Jahre Freiw. Feuerwehr L. mit den bekannten Schlagerduett "Cindy und Bert".
1974: Beginn des Baues der Zuchtanlage und des Vereinsheims "Hinkelhaus" des Rassegeflügelzuchtvereins. "Harmonie"-Sängerfest. - Zusammenschluss der Landkreise Limburg und Weilburg zum Landkreis Limburg-Weilburg.
1975: Gründung der Jugendfeuerwehr L. am 14.04.1975 im Feuerwehrhaus in der alten Schule. - Bau der Trimm-dich-Anlage im Wingertsberg durch den Verschönerungsverein.
1976: Scheunenbrand im Anwesen des Anton Will am 22.April. - Erstmals Priesterweihe in L; Heribert Fachinger wird am 14. Februar in der alten Kirche von Bischof Dr. Wilhelm Kempf zum Priester geweiht. - "Cäcilia"-Sängerfest.
1978: Der Saal der Sportklause brennt am 14. März völlig aus und wird daraufhin später abgerissen. - Renovierung des barocken Hochaltars durch polnische Spezialisten und Aufstellung desselben In der neuen Kirche. - L. wird an das Erdgasnetz angeschlossen. - Am 6 .Juni Beginn der Rekultivierung der Mülldeponie auf dem Scheid, wo sich vormals Kiesgruben befanden. - Einwohnerzahlen und Gemarkungsflächen von Limburg und seinen Stadtteilen am 31. Dezember:
| Ortsname |
Einwohner
|
Fläche |
| Kernstadt Limburg |
14.846 |
806,7 ha |
| Ahlbach |
1.055 |
503,4 ha |
| Dietkirchen |
1.495 |
312,8 ha |
| Eschhofen |
2.249 |
593,9 ha |
| Lindenholzhausen |
3.012 |
831,7 ha |
| Linter |
1.724 |
554,0 ha |
| Offheim |
1.861 |
381,9 ha |
| Staffel |
2.655 |
529,3 ha |
| Gesamtstadt |
28.897 |
4.513,7 ha |
1979: Einweihung des Dorfgemeinschaftshauses in L. am 19. Januar. Architekt: Prof. Dr. Justus Dahinden, Zürich. - Einweihung der neuen Pfarrkirche St. Jakobus, des Pfarrzentrums und des Pfarrhauses durch Bischof Dr. Wilhelm Kempf am 1. April. Architekt: Prof. Dr. Justus Dahinden, Zürich. - "Cäcilia"-Sängerfest. - Übernahme der Wasserversorgung in L. durch die Energieversorgung Limburg (EVL). - Bau der Grill- und Schutzhütte auf dem Wingertsberg durch den Verschönerungsverein.
1980: Einweihung der neuen Orgel am 14. Dezember (26 Register, 1588 Pfeifen, ein Werk von Orgelbaumeister Wagenbach, Limburg).
1981: 1. Harmonie-Festival aus Anlass des 75-jährigen Bestehens des MGV "Harmonie". Nationaler und internationaler Chorwettbewerb in L., 106 Chöre aus 19 Ländern nehmen teil. - Errichtung des Spielplatzes In der unteren Jakobusstraße durch die Stadt Limburg.
1982: Ein Kleinspielplatz hinter der Verwaltungsstelle wird angelegt. - Sanierung des Turms der alten Kirche und Erneuerung der Läutanlage. - L. hat am 31. Juli 3.013 Einwohner.
1983: Feuerwehrfest 50 Jahre Freiw. Feuerwehr L. in Verbindung mit dem Verbandstag des Nassauischen Feuerwehrverbandes. - Neben dem bisherigen Schacht am Lubentiusbrunnen wird ein 38 m tiefes Loch gebohrt, auf dem eine "Berliner-Handpumpe" aufgesetzt wird. Der Wunsch, dass man nunmehr wieder den guten alten Sauerborn zapfen kann, zerschlägt sich, da anscheinend Grundwasser beigemischt ist und der so geförderte Sauerborn nicht mehr richtig schmeckt.
1984: Gründung des "Jungen Chors Lindenholzhausen" und des Frauenchors "Cäcilia". - Bau des "Harmonie"-Clubheims am Sauerbornsweg. - Da der Sauerborn im alten Schacht nicht mehr ausreichend fließt, beschließt man die Verfüllung. Auf dem Schacht soll ein Pavillon errichtet werden. Daher wird zunächst der alte, unter Wasser stehende Schacht von der Feuerwehr ausgepumpt. Anschließend wird das 3. untere Stockwerk mit Beton aufgefüllt. Dann passiert es, aufgrund der Betonverfüllung, die als Dichtfüllung wirkt, sprudelt aus einer der Rohre im 2. unteren Stockwerk wieder das kostbare Nass. Auf Initiative von Bernhard Rompel, Werner Uhe und der Feuerwehr wird schnell eine neue Leitung zur Zapfstelle geführt und die endgültige Verfüllung verhindert. So wurde der original Sauerborn erhalten.
1985: Einweihung des neuen Feuerwehrhauses am Standort der bisherigen alten Schule in der Schulstraße nach 2-jähriger Bauzeit. - Jugendfeuerwehrfest an Pfingsten. - "Cäcilia"-Sängerfest. - Aufstellung von 2 Bildstöcken (Mutter Gottes und hl. Josef) im Rottkays-Weg. - L. wird als Förderschwerpunkt im hessischen Dorferneuerungsprogramm aufgenommen. Vielfältige Sanierungsarbeiten im alten Ortsbereich und der Ausbau alter Straßen sind die Folge. - Erweiterung des Friedhofs in süd-westlicher Richtung.
1986: Verkauf des alten Rathauses in der Kirchfelder Straße 21. - Verlegung der Verwaltungsstelle der Stadt Limburg in das Gemeinschaftshaus. - Aufstellung eines Wegkreuzes am Sauerborn. - Elektrifizierung der Bahnstrecke Limburg-Frankfurt. - Restaurierung des Heilig-Kreuz-Altars.
1987: 2. Harmonie-Festival unter Schirmherrschaft von Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl. Nationaler und internationaler Chor- und Folklorewettbewerb in L., über 200 Chöre und Folkloregruppen aus 35 Ländern nehmen teil. - Anlage des Spielplatzes an der Lindenschule.
1988: Restaurierung des Vierzehn-Nothelfer-Altars. - Ausbau des Radweges durch das Emsbachtal nach Brechen.
1989: Aufstellung des 3. Bildstocks (hl. Antonius) am Rottkays-Weg. - Anlage des Spielplatzes im Bereich des Feuerwehrhauses.
1990: Planungen für die Erschließung eines Neubaugebiets "Rübsanger Pforte" sind im Gange. - 3. Oktober Wiedervereinigung Deutschlands.
1991: "Cäcilia" -Sängerfest mit internationalem Kinder- und Jugendchortag. - Gründung des "Kinderchores Lindenholzhausen." - L. hat 3093 Einwohner.
1992: Feuerwehrfest 60 Jahre Freiw. Feuerwehr L. und 15 Jahre Jugendfeuerwehr L. - Fertigstellung des neuen Hochbehälters an der Straße nach Mensfelden (am Nauheimer Kopf). Abbruch des alten Hochbehälters der Gemeinde L. - Einweihung der neuen Leichenhalle. - Aufgrund eines Beschlusses der Stadtverordnetenversammlung von Limburg werden die Grundstücke in der unteren Dietkircher Str. (Nm. 1 - 10) aus dem Ortsbezirk von L. herausgenommen und dem von Eschhofen zugeordnet. Sie gehören jedoch weiterhin zur Gemarkung von L.
1993: 3. Harmonie-Festival unter Schirmherrschaft von Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl. Nationaler und internationaler Chor- und Folklorewettbewerb in L., über 300 Chöre und Folkloregruppen aus mehr als 50 Ländern nehmen teil. - Fertigstellung der Anschlussleitung an die Kläranlage der Stadt Limburg in Eschhofen-Mühlen, die durch das Emsbachtal verlegt wurden. - Inbetriebnahme eines Radweges nach Limburg (entlang der B 8). - Der Kurtrierische Stundenstein wird an seinen ungefähren ursprünglichen Standort in der Gemarkung von L. zurückversetzt. - Schließung des Landwirtschaftlichen Versuchsfeldes an der B 8, süd-östlich der Fahrzeugbahnausfahrt Limburg-Süd. - Planung eines 2. Kindergartens als Kindertagesstätte (in der oberen Schubertstr. - vormals Spielplatz). - Herausgabe der 2. vollständig überarbeiteten und erweiterten Ausgabe des Buches 'Lindenholzhausen' mit Beiträgen zur Ortsgeschichte von L. durch den Verschönerungsverein - L. hat 790 Wohngebäude.
1994: Auf Anregung der Freiwilligen Feuerwehr wird eine Vereinsgemeinschaft gebildet, die erstmals am 02. und 03. Juli ein Weinfest in L. im Bereich des Feuerwehrhauses veranstaltet.
1995: Einwohnerzahlen und Gemarkungsflächen von Limburg und seinen Stadtteilen am 31. Dezember:
| Ortsname |
Einwohner |
Fläche |
| Kernstadt Limburg |
17.885 |
806,7 ha |
| Ahlbach |
1.216 |
503,4 ha |
| Dietkirchen |
1.724 |
312,8 ha |
| Eschhofen |
2.921 |
593,9 ha |
| Lindenholzhausen |
3.094 |
831,7 ha |
| Linter |
2.979 |
554,0 ha |
| Offheim |
2.503 |
381,9 ha |
| Staffel |
2.814 |
529,3 ha |
| Gesamtstadt |
35.136 |
4.513,7 ha |
1996: "Cäcilia"-Chrotage mit nationalen und internationalen Chören. L. hat im November 3094 Einwohner.
1997: Es werden erste neue Wohnhäuser im Neubaugebiet "Rübsanger Pforte" nördlich der Krautgärten errichtet. - Baubeginn der seit Jahren in Planung befindlichen Schnellbahnstrecke Köln-Frankfurt/Main. Die Trasse verläuft durch L. östlich entlang der Autobahn.
1999: 4. Harmonie-Festival unter Schirmherrschaft von Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl. Nationaler und internationaler Chor- und Folklorewettbewerb in L., 230 Chöre und Folkloregruppen aus 41 Ländern nehmen teil. Erstmals treten alle Lindenholzhäuser Chöre zusammen auf. Fast 500 Sänger stehen auf der Bühne.

2000: Lindenholzhausen geht zum 01.08.2000 online. Als erstes Stadtteil neben der Kernstadt selbst, sind unter der Domain http://www.Limburg-Lindenholzhausen.de nunmehr weltweit Informationen von Lindenholzhausen im Internet abrufbar. Die HomePage wurde von Bernd Rompel erstellt. - Fest zum 25-jährigen Bestehen der Jugendfeuerwehr an Pfingsten. - Im Juni Inbetriebnahme der neuen Brücke der B 8 Richtung Limburg über die ICE-Trasse. - Im Juli Abriss der bereits fertiggestellten ICE-Brücke am Ortsausgang Richtung Mensfelden wegen Durchhängen. Die Brücke wird neu erstellt. - Demonstration "Lindenholzhäuser für die Umgehung" (Dietkircher Straße zur B8).
2001: 7. Cäcilia Chortage unter Schirmherrschaft der Christiane-Herzog-Stiftung, die nach dem Tod von Christiane Herzog, der Gattin von Roman Herzog (früherer Bundespräsident) diese übernommen hat. Nationaler und internationaler Chorwettbewerb in L., 77 Chöre aus 21 Nationen mit insgesamt 6800 Sängerinnen nehmen teil. - Die alte Emsbachbrücke soll erneuert werden. Im Januar baut das Technische Hilfswerk (THW) daher eine einspurige Behelfsbrücke aus Stahlträgern.
2004: Der Obst- und Gartenbauverein feiert sein 75-jähriges und der Schachclub sein 25-jähriges Bestehen.
2005: 5. Harmonie-Festival unter Schirmherrschaft von Bundeskanzler Gerhard Schröder vom 05. Mai bis 09. Mai. Es nehmen 256 Chöre und Fokloregruppen aus 49 Ländern teil. Mehr als 20.000 Besucher und Teilnehmer sind anwesend. - Der Rassegflügelzuchtverein feiert sein 75-jähriges Bestehen. - Weil ein Teil des Betons der oberen Zugangsplattform abbricht, wird der Zugang zur Zapfstelle des Sauerborns im Oval gesperrt. Provisorisch wird eine Zapfstelle oben außerhalb des Ovals aufgestellt. Eine elektrische Pumpe fördert den Sauerborn, der vorher in ein Fass läuft, nach oben zur provisorischen Zapfstelle. Durch die Pumpe verliert der Sauerborn erheblich an Geschmack, da der Kohlensäuregehalt abnimmt. Im Winter 2005/2006 friert die Leitung nach oben ein und die Pumpe verschlammt durch die im Sauerbornwasser enthaltenen Eisenpartikel. Ein Zapfen ist nicht mehr möglich.
2006: Der Männerchor HARMONIE feiert in mehreren kleineren Veranstaltungen über das Jahr hinweg sein 100-jähriges Bestehen. Dem Chor wird die Zelter-Plakette verliehen. - Der Kirchenchor feiert sein 60. Gründungsjubiläum, die Lindenschule ihr 40-jähriges und der Tischtennisclub sein 20-jähriges Bestehen. - Gleich 4 Chöre aus L., der Kleine Chor der Cäcilia, der Männerchor HARMONIE, der Cäcilia Frauenchor und das ensemble vocale nehmen am Deutschen Chorwettbewerb in Kiel mit Erfolg teil. - Der Sauerborn wird nach den Vorschlägen des Ortsbeirates, die hauptsächlich von Bernhard Rompel erarbeitet wurden, saniert. Das vorhande ebenfalls brüchige Mauerteil des Brunnenovals oberhalb der Rasenfläche wird abgetragen. Der Zugang zum Brunnenoval wird ebenerdig eingerichtet, es wird eine neue Zugangsplattform betoniert, die Stahltreppe wird restauriert und das Brunnenoval erhält im oberen Bereich eine neue Betonmauer mit Zaun sowie ein Schutzdach. Gesamtkosten 36.000 EUR. Am 02. November übergibt Bürgermeister Martin Richard von der Stadt Limburg a.d. Lahn den Sauerborn offiziell wieder der Bevölkerung von L.
2007: Ab Ostern 2007, 06. April, kann man Lindenholzhausen weltweit auch über eine Webcam besuchen. Der Blick der Webcam ist aus Richtung Rübsanger Pforte in Richtung Krautgärten und Fahnen-/Gartenstraße. Sie ist über www.lindenholzhausen.de abrufbar. Installiert und online angebunden hat sie Bernd Rompel. - Nach fast 7 Jahren bekommt die Lindenholzhäuser Website ein neues Design und geht am 30. April online. Da ein Content-Management-System verwendet wird, können die Vereine und Gruppen nun auch selbst Beiträge einstellen und editieren. Die täglichen Besuche steigern sich auf ca. 280. - Die Vereinsgemeinschaft, welche die Weinfeste durchgeführt hatte, löst sich auf. - Am 01. Mai stellt der "feurige" Jahrgang 58/59 erstmals einen Maibaum auf dem Parkplatz hinter der Pizzeria Etna in der Kirchfelder Str. - Am 23. Mai erfolgt nach jahrelanger Planung der erste Spatenstich zum neuen Sportgelände Am Wingert. Die Arbeiten schreiten schnell voran, so dass am 14. Dezember die Plätze schon fast fertig sind und auch das Richtfest des neuen Vereinsheims gefeiert wird. – Die TuS steigt im Juni im Fußball in die Bezirksliga auf. - Der von der Stadt Limburg geplante Ausbau der Frankfurter Straße (Ortsdurchfahrt B8) i.V.m. einer Verkehrsberuhigung wird sehr differenziert diskutiert. - Im September hört der Sauerborn auf zu fließen. Bernhard Rompel nimmt sich der Sache an und verkürzt die Zapfhöhe um einige Dezimeter, so dass der Brunnen wieder fließt. - Am 9. November wird der erste Spatenstich für die Ortsumgehung von Eschhofen bis zur B8 vollzogen. Als erstes wird die Brücke für den landwirtschaftlichen Verkehr in Angriff genommen. - Im November wird der lang ersehnte Verbindungsweg für Fußgänger zwischen "Fahnenstraße" und der Straße "An den Krautgärten" in Betrieb genommen. Das Neubaugebiet Rübsanger Pforte ist nun zumindest für Fußgänger besser an das Kerndorf angebunden. - Die HARMONIE singt am 16. Oktober die Nationalhymnen vor dem U-21-Fußball-Länderspiel zwischen Deutschland und Moldawien im Stadion Husterhöhe in Pirmasens sowie am 21. November beim Länderspiel der Fußballnationalmannschaft Deutschland gegen Wales in der Commerzbank-Arena in Frankfurt am Main. Über 10 Mill. schauen zu (Stadion und TV).
2008: Beim Neujahrsempfang der CDU mit Ministerpräsident Roland Koch singt zu Beginn die Cäcilia Lindenholzhausen. Zum Schluss singt die HARMONIE Lindenholzhausen, die als grandioser Abschluss mit dem gesamten Saal die Deutschlandhymne anstimmt. - Am 20. Februar wird Ortsvorsteher Franz-Josef Zeidler (CDU) für seine zahlreichen ehrenamtlichen Verdienste von Bürgermeister Martin Richard (CDU) mit der Limburg-Medaille ausgezeichnet. - Bereits im Dezember 2006 hatte Josef Ben Jung durch den Bassermann-Verlag den Auftrag erhalten, ein neues Buch über Traktoren zu erstellen. Bei der Suche nach einem geeigneten Autor kam er sehr schnell auf Roland Jung. Nach über 12-monatiger Arbeit liegt im März das neue Buch „Traktoren – Ackerschlepper aus Deutschland, Österreich und der Schweiz“ vor. - Der Bau der 380-Kilovolt-Stromtrasse von RWE durch den Kreis Limburg-Weilburg erreicht die Lindenholzhäuser Gemarkung. Sie führt von Nauheim kommend an der L3448 entlang, springt dann über die L3448, die Autobahn und die ICE-Strecke und führt entlang der ICE-Strecke bis zum Umspannwerk Offheim. Die neuen Masten sind zwischen 40 und 45 Meter hoch und ersetzen eine der beiden Trassen, die am Lindenholzhäuser Friedhof vorbei in Richtung Eschhofen verlaufen. - Die zwölf Jahre alte Lea-Theresia Mais aus Lindenholzhausen wird im April Deutsche Meisterin im Garde- und Schautanzsport (DVG). Nach dem Vize-Meistertitel im vergangenen Jahr holt sie sich im Solotanz diesmal den ersten Platz. - Ebenfalls im April wird Dr. Georg Hilfrich aus Lindenholzhausen, Leiter mehrerer Chöre im heimischen Raum, zum Musikdirektor FDB (Fachverband Deutscher Berufschorleiter) ernannt. - Die Freiwillige Feuerwehr feiert ihr 75-jähriges Bestehen am 26. April in Form von einem Festgottesdienst mit anschließendem Kommersabend mit Großem Zapfenstreich im Gemeinschaftshaus und am 10./11. Mai (Pfingsten) im Rahmen des Hallenfestes im Feuerwehrhaus mit davor platziertem Festzelt. - Ende Mai kehrt die Lindenholzhäuserin Linda Geberzahn aus Südafrika zurück. Sie absolvierte dort von Juli 2007 bis April 2008 ein sog. freiwilliges soziales Jahr (FSJ) und hatte in Krankenhäusern und Pflegestationen gewirkt und bei schwarzen Familien in Townships gewohnt. - Das „ensemble vocale“ Lindenholzhausen wird 25 Jahre alt, was am 31. Mai mit einem Konzert gefeiert wird. - Der VdK Ortsverband Lindenholzhausen feiert am 1. Juni sein 60-jähriges Bestehen mit einem Gottesdienst. Danach stehen im Pfarrsaal Grußworte und Ehrungen auf dem Programm und am Nachmittag lädt Josef J. G. Jung zu einem „Streifzug durch die Geschichte von Lindenholzhausen“. - Nach jahrelangen Verhandlungen entsteht am Ortsausang in Richtung Niederbrechen (Am Wingert 9) eine neue Sportanlage der Turn- und Sportgemeinde Lindenholzhausen, die am 04. September eingeweiht wird. - Am 16. August wird das Dorfgemeinschaftshaus Lindenholzhausen und die Gaststätte "Zum Kruggelsche" unter Leitung des neuen Pächters Georg Töpfer und seiner Frau aus Lindenholzhausen wieder eröffnet. - Trotz vieler Diskussionen und Proteste der Anwohner wird nach mehreren Veranstaltungen, in denen die Standpunkte diskutiert und Vorschläge erarbeitet wurden, wird der Umbau der Frankfurter Straße begonnen, die von 8,50 Meter auf 6,50 Meter verschmälert wird. – Das 1,4 km lange Stück der Teilortsumgehung der L 3448 von unterhalb des Friedhofes aus Richtung Eschhofen am Neubaugebiet „Rübsanger Pforte“ vorbei bis zur B8 am Ortseingang von Limburg kommend, kann ab dem 20. November befahren werden. Die offizielle Einweihung findet am 17. Dezember statt. Nach über 30 Jahren Planungszeit wird so die Ortsdurchfahrt von Eschhofen bis zur B8 entlastet. - Neben dem am Ortsausgang in Richtung Limburg bereits bestehenden Supermarkt der Handelskette "Edeka" entsteht durch den Eschhöfer Investor Paul Litzinger trotz Bedenken der Lindenholzhäuser Bevölkerung bezüglich der Entwässerungsprobelmatik ein zweiter Markt der Kette "Penny" sowie ein Getränkemarkt.
2009: Nach gut 14-jähriger erfolgreicher Zusammenarbeit wird Harald Hess als Dirigent des Kirchenchors St. Jakobus Lindenholzhausen verabschiedet. Nachfolger wird Klaus Knubben, musikalischer Direktor der Limburger Domsingknaben. – Im April kommt die 26-jährige Diana Schmidt aus Lindenholzhausen von ihrem einjährigen Aufenthalt in Australien zurück, wo sie für Ihre spätere Tätigkeit als Grundschullehrerin Auslandserfahrung als Fremdsprachenassistentin sammelte. – Ebenfalls im April wird die 12-jährige Lea-Theresa Mais aus Lindenholzhausen zweifache Hessenmeisterin im Gardetanz. - 70 Chöre kommen zum größten nationalen Chorwettbewerb in Deutschland „Cantemus 2009“ der Cäcilia-Chöre Lindenholzhausen, der am 20. und 21. Juni durchgeführt wird.

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