Limburg-Lindenholzhausen. Über viele Jahre war die Lindenmühle dem Verfall preisgegeben. Mit der Eröffnung der Gaststätte kehrt wieder Leben ein ...

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Verwendung der Artikel der Nassauischen Neuen Presse mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Societäts-Druckerei
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In der Lindenholzhäuser Lindenmühle gibt es eine neue Gastronomie
 
Die Mannschaft der Lindenmühle mit: (von links) Angela Persy, Andrea Becker, Michael Walldorf, Daniel Persy, Birgit Diehl-Persy, Günther Diehl, Christel und Siegfried Weber. Foto: Laubach Bild: Die Mannschaft der Lindenmühle mit: (von links) Angela Persy, Andrea Becker, Michael Walldorf, Daniel Persy, Birgit Diehl-Persy, Günther Diehl, Christel und Siegfried Weber. Foto: Laubach
 
«Das ist mindestens 25, wenn nicht sogar 30 Jahre her», sagt Ortsvorsteher Franz-Josef Zeidler (CDU). Aber er weiß noch, wie es einst auf der Lindenmühle war. Nicht in der Mühle selbst, sondern auf dem Platz unter den Bäumen. Dort gab es eine Wirtschaft. «Schön war’s», erinnert sich Zeidler. Schön kann es wieder werden, denn die neuen Besitzer, die Familie Persy, hat ihr erstes Etappenziel bei der Sanierung der Mühle erreicht und das Lokal wieder eröffnet.

1326 erstmals erwähnt


Es ist offenbar eine Herzensangelegenheit derer erfüllt worden, die sich noch an das Lokal erinnern können oder sich vorstellen, wie schön es auf diesem Fleckchen Erde sein kann. Als die Familie aus dem Ballungsraum Rhein-Main kommend die heruntergekommene Mühle zusammen mit einigen Wald- und Wiesenflächen erwarb, da spielte die ehemalige Gaststätte in den Überlegungen überhaupt keine Rolle. Erst als Radfahrer, Spaziergänger und Wanderer die Familie immer wieder auf das ehemalige Lokal ansprachen, wurde der Gedanke der Wiedereröffnung geboren.

Im Namen der Familie bedankte sich Birgit Persy-Diehl bei der offiziellen Eröffnung nicht nur bei den beteiligten Handwerkern, sondern auch bei der Stadt. «Wir hatten immer das Gefühl, sie arbeitet mit uns», sagte Birgit Persy-Diehl und wünschte allen Gästen, Ruhe und Erholung an dem Platz am Emsbach zu finden.

An die Geschichte der Mühle erinnerte der Heimathistoriker Josef J.C. Jung. Sie gehörte zunächst nicht zur Gemarkung von Lindenholzhausen, sondern zum Dorf Vehler. Die Mühle, 1326 zum ersten Mal urkundlich als bereits vorhandene Einrichtung erwähnt, wurde 1728 aufbauend auf alten Fundamenten neu errichtet. Wie Jung weiter erzählte, soll es auf dem Areal ein starke Linde gegeben haben, die Ende des 19. Jahrhunderts entfernt werden musste, da sie auf Gebäudeteile zu stürzen drohte. Die Bewirtschaftung lässt sich nach seinen Angaben bis in der 50er Jahre des vergangenen Jahrhunderts zurückverfolgen. Die Gastwirtschaft wurde dabei in der «Zweigstelle» Ölmühle errichtet, etwas abseits des Hauptkomplexes.

«Die Mill wert wach», verkündete Rita Rompel in Mundart und in Reimform. Sie ließ keinen Zweifel daran, dass sich das ganze Dorf über die Aktivitäten an der Mühle und der wiedereröffneten Gaststätte freut. Vor einigen Jahren wurden nach ganz andere Zeilen verfasst: «Dott Millroad, dott steht still», hieß es da noch und die Trauer darüber schwang in jeder Zeile mit.

Wohnungen im Winter

Zu den Gratulanten gehörte auch Bürgermeister Martin Richard (CDU), der sich von Ennerich aus zu Fuß der Mühle genähert hatte. Schnell seien sich die Stadt und die Familie einig geworden, dass neben der Mühle auch Wiesen- und Waldflächen den Eigentümer wechseln. «Wir haben alles dazu beigetragen, dass es vorwärts ging», machte Richard deutlich, der bei dieser Gelegenheit daran erinnerte, dass es durchaus auch von seiner Seite familiäre Beziehungen zur Mühle gibt.

Gäste werden ab sofort bewirtet, in der eigentlichen Mühle laufen die Arbeiten weiter. Nach der langen Winterperiode hat die Mühle sich sichtbar verändert. Nach Angaben von Daniel Persy ist es das Ziel, dass bis zum Winter die ersten Wohnungen bezogen werden können. jl

Die Gaststätte ist täglich von 13 bis 22 Uhr, Samstag und Sonntag ab 10 Uhr geöffnet. Weitere Infos unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.
 
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