Limburg-Lindenholzhausen. Das Förderprogramm «Ortsmitte neu erleben» der Stadt Limburg erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit. Bürgermeister Martin Richard (CDU) hat jetzt Bauherrn in Lindenholzhausen und Staffel Bewilligungsbescheide für Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen überreicht ...

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Verwendung der Artikel der Nassauischen Neuen Presse mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Societäts-Druckerei
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Judith Dernbach modernisiert das Haus ihrer Großeltern

Bürgermeister Martin Richard (CDU), Judith Dernbach mit ihren beiden Söhnen Josha (2) und Marjan (4), Karl-Heinz Dernbach und Markus Saal vom Stadtbauamt bei der Überreichung eines Bewilligungsbescheides des Programms «Ortsmitte neu erleben» (von links). Foto: KoenigBild: Bürgermeister Martin Richard (CDU), Judith Dernbach mit ihren beiden Söhnen Josha (2) und Marjan (4), Karl-Heinz Dernbach und Markus Saal vom Stadtbauamt bei der Überreichung eines Bewilligungsbescheides des Programms „Ortsmitte neu erleben“ (von links). Foto: Koenig

Im Hof des ehemaligen Hauses ihrer Großeltern steht Judith Dernbach und schaut ihren beiden herumtollenden Söhnen zu, während sie zusammen mit ihrem Vater Karl-Heinz Dernbach auf Bürgermeister Martin Richard Markus Saal, Abteilungsleiter beim Stadtbauamt, wartet.

Der Blickfang ist ein großer, alter Walnussbaum. Er wurde dort gepflanzt, wo bis zum Krieg eine Scheune stand, erläutert Judith Dernbach. Im Krieg sei Lindenholzhausen dann Ziel eines Luftangriffes geworden, er habe einer im Ort aufgestellten Funkstation gegolten. Aber bei dem Angriff wurde dann auch die Scheune zerstört. Glücklicherweise habe die Bombe nicht das Wohnhaus selbst getroffen, denn in dessen Keller hätten die Bewohner Schutz vor dem Angriff gesucht. Dennoch habe es in der Nachbarschaft viele Tote gegeben, erzählt Karl-Heinz Dernbach. Über das Haus sagt er noch, dass seine Tochter bereits in jungen Jahren den Wunsch geäußert habe, einmal dort zu wohnen.

Nach dem Tod der Großmutter im vergangenen Jahr hätten sie und ihr Mann Dr. Matthias Rompel dann beschlossen, dort einzuziehen, sagt Judith Dernbach. Bei dem Gebäude handele es sich um ein etwa 200 Jahre altes Fachwerkhaus. Es habe große, hohe Räume – ungewöhnlich für so ein altes Gebäude. Auch im ersten Stock müsse man sich beim Betreten der Zimmer nicht bücken. Lediglich der alte Gewölbe- und Kartoffelkeller entspreche nicht mehr heutigen Anforderungen. Er sei bestimmt «klasse für Weinproben», tauge aber sonst für nichts anderes, sagt Judith Dernbach. Daher werde man neben dem alten Wohnhaus noch einen modernen, zweistöckigen Anbau mit Keller errichten. Dafür werde ein Anbau aus den 1950er Jahren abgerissen.

20 000 Euro Zuschuss

Am Wohnhaus selbst solle unter anderem die bestehende Dachbedeckung aus Kunstschiefer durch Naturschiefer ersetzt werden, um das Gebäude ortstypisch herzurichten. Dabei können die Bauherren dann auf tatkräftige Unterstützung durch die Stadt Limburg rechnen. Denn «es ist toll, dass eine junge Familie es in Angriff nimmt, ein altes Haus zu sanieren», sagt Bürgermeister Martin Richard (CDU) als er Judith Dernbach den Bewilligungsbescheid über eine Fördersumme von 20 000 Euro überreicht.

Der Betrag sei angesichts einer Gesamtinvestition in Höhe von 165 000 Euro nur «ein Tropfen auf den heißen Stein», weiß der Bürgermeister. Aber es sei inzwischen schon die vierte geförderte Maßnahme in Lindenholzhausen, die substanziell zur Belebung des Ortskerns beitrage. Unterstützt würden diese privaten Initiativen auch durch die Existenz der neuen Umgehungsstraße, welche die Ortsmitte merklich vom Straßenverkehr entlaste und somit noch lebenswerter gemacht habe.

Ebenfalls vom Förderprogramm «Ortsmitte neu erleben» unterstützt wird die Sanierung der Dachfläche des evangelischen Pfarrhauses in Staffel. Pfarrerin Monika Rupprecht spricht der Stadt Limburg ihren Dank für die Fördersumme in Höhe von rund 16 000 Euro aus. Das Gebäudeensemble am Schulplatz sei prägend für das Staffeler Ortsbild und ihrer Meinung nach einer der schönsten Plätze des Ortes. Am Dach des Gebäudes habe die 100 Jahre alte Schieferbedeckung zu bröckeln angefangen. Auch die Balken des Dachbodens an der Wetterseite seien morsch geworden. So sei die finanzielle Hilfe der Stadt für Erneuerung der Bausubstanz sowie für den Einbau von Wärmedämmung sehr willkommen gewesen, sagt Monika Rupprecht. koe koe