Limburg-Lindenholzhausen. Der Höhepunkt im Laufe eines Sportjahres ist für jeden Schützen die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften auf der Olympiaschießanlage in München-Hochbrück. Mit 5000 Teilnehmern und 8500 Starts ist es die größte Schießsportveranstaltung ...

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Verwendung der Artikel der Nasauischen Neuen Presse mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Societäts-Druckerei
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Von Theo Jeuck (NNP vom 07.09.2009)

Limburg-Weilburg. Aus dem Bereich des Hessischen Schützenverbandes konnten sich 516 Sportschützen qualifizieren, die 809 Mal an den Start gingen. Die Zahl der heimischen Starter war mit sieben Aktiven und 14 Wettkämpfen gegenüber den Vorjahren etwas niedriger, wobei man mit dem Abschneiden allerdings sehr zufrieden sein konnte. Jede Platzierung, auch im Mittelfeld der jeweils großen Starterfelder, verdient ihre Würdigung, misst man doch hier seine Fähigkeiten mit der Elite der deutschen Sportschützen.

Kerstin Eckrich (Erbach), an große Erfolge gewöhnt, dürfte über ihre 370 Ringe und Platz 41 in der Damenklasse mit der 10-m-Armbrust nicht so ganz erfreut gewesen sein.

Nachwuchsakteur Kevin Büttner (Kirberg/Elz) hatte sich gleich in seinem ersten Jahr bei den Junioren B in vier Disziplinen die Teilnahme erkämpft und ist durchaus schon in der Spitzengruppe angekommen. Sechs Serien zu je zehn Schüssen (97, 98, 95, 96, 98, 98) brachten ihm hier mit 582 den 9. Platz, wobei nur sechs Ringe zum Sprung auf das Treppchen fehlten. Ebenfalls auf Rang neun schloss Kevin Büttner im Kleinkaliber Dreistellungskampf 3x40 Schuss ab. Mit 1133 brachte er hier die gleiche Leistung, die er auch beim Bundesranglistenturnier erzielt hatte. Beim Kleinkaliber-Liegendkampf startete er mit zwei schwächeren Serien von 96 und 95, steigerte sich auf 98, 98, 99 und 98, konnte jedoch damit den anfänglichen Abstand zur Spitze nicht mehr verkürzen und musste sich in dem engen Feld mit dem 18. Rang zufrieden geben.

Bei seinem vierten Antreten im Kleinkaliber-Dreistellungskampf 3x20 Schuss war sicher die Spannung schon etwas verloren gegangen. Mit zwei mäßigen Serien im Liegendschießen, wo er nur 91 und 93 Ringe erzielte, und einer schwachen Serie im Kniendanschlag reichte es mit 546 nur noch zu Platz 37.

Ein Achtungserfolg gelang Angela Rauch (Erbach) mit dem Luftgewehr bei den Seniorinnen. Die 89 Ringe zum Auftakt bei weiteren 97, 94, 93 verhinderten sogar die Chance eines Medaillengewinns. Aber mit 373 und als Neunte kann man sich durchaus abfinden, auch wenn sicher mehr möglich schien.

Zum Aushängeschild des Kreises werden die Schützen mit der Großkaliber-Kurzwaffe. Mit der Pistole 45 ACP trat Thomas Kindler (Eisenbach) in der Schützenklasse an. Er kann seinen schwachen ersten Schüssen nachtrauern. Die für ihn spärlichen 92 Ringe verhinderten mit 387 bei nur vier Ringen Abstand zu den Medaillenrängen die Teilnahme am Finale, wo noch alles möglich gewesen wäre. So dürfte er mit Platz elf nicht ganz einverstanden gewesen sein. Werner Hillebrand (Lindenholzhausen) belegte hier in der Altersklasse mit 379 den 35. Rang, Wolfgang Schmidt (Lindenholzhausen) mit 380 den 32. Platz.

Mit dem Revolver .357 Magnum kam Thomas Kindler (Eisenbach) nicht an seine gewohnten Leistungen heran. Seine 377 ließen ihn als 43. in der Schützenklasse abschließen. In der Altersklasse war Jürgen Hilfrich (Lindenholzhausen) weit von seiner Normalform entfernt und landete mit 369 und Rang 55 nur abgeschlagen im hinteren Feld. Optimal agierte Wolfgang Schmidt (Lindenholzhausen), der über die letzten Jahre Wesentliches zum Fortschritt im Großkaliberschießen des Kreises Limburg beigetragen hat. Im Vorkampf setzte er sich mit 387 (95, 97, 97, 98) an die Spitze vor seinen Verfolgern, die mit 386 und 385 auf Tuchfühlung blieben. Im Endkampf der sechs Bestplatzierten, bei dem noch einmal zehn Schüsse abgegeben werden müssen, toppte er mit 99 noch einmal die Konkurrenz und holte sich mit einer Gesamtleistung von 486 den Meistertitel.

Seinen dritten Start absolvierte Thomas Kindler (Eisenbach) mit dem Revolver .44 Magnum. Mit 379 wurde er hier als 28. in der Schützenklasse geführt. In dieser Disziplin folgte der zweite Auftritt von Wolfgang Schmidt (Lindenholzhausen). Nach dem Vorkampf, vier Mal je fünf Schüsse auf die Präzisionsscheibe in je 150 Sekunden und vier Serien à fünf Schüsse in je 20 Sekunden auf die Duellscheibe, ergab sich das gleiche Bild wie mit dem Revolver .357. Er führte das Feld der 72 Starter mit einem Ring Differenz auf die beiden ärgsten Verfolger an. Erneut waren nun im Endkampf, noch einmal zwei Fünferserien auf die Duellscheibe, Konzentration und vor allem Nervenstärke gefragt. Mit sehr guten 98 Ringen wehrte er den Angriff ab und verteidigte einen Vorsprung mit 486 Ringen, was ihm den zweiten Meistertitel einbrachte.

Zweifacher Deutscher Meister: Wolfgang Schmidt.Zweifacher Deutscher Meister: Wolfgang Schmidt.