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23 Gold-, 13 Silber- und sechs Bronzemedaillen gehen bei den Gaumeisterschaften an die Schützen aus dem NNP-Land
Von Theo Jeuck
Mit den Großkaliber-Kurzwaffen dominierten einmal mehr die Schützen aus Lindenholzhausen. In der Schützenklasse mit der Pistole 9 mm qualifizierte sich Michael Klippel (Bad Camberg) mit 354 Ringen für das Finale, in dem er wegen eines Fehlschusses mit 82 Ringen, gesamt 436, noch etwas an Boden verlor. Besser machte es Thomas Kindler (Lindenholzhausen), der nach den Vorkampf mit 379 schon scheinbar geschlagen auf dem 3. Platz liegend in den Endkampf startete. Mit einer fast perfekten Serie von 99 Ringen schockte er seine Gegner und holte sich mit 478 und einem Ring Vorsprung noch den Titel. 9. Michael Haar (Hadamar) 356, 16. Thomas Wild (Oberbrechen) 337.
Mit der Pistole cal. .45 war Michael Klippel (Bad Camberg) in der Schützenklasse wieder der einzige heimische Vertreter. Als Zweitplatzierter ging er mit 368 und sieben Ringen Rückstand in den Endkampf. Mit 97 Ringen konnte er zwar den Abstand auf zwei Ringe verkürzen, blieb aber mit 465 Vizemeister. Im Finale der Altersklasse blieben die Lindenholzhäuser fast unter sich und lieferten sich einen spannenden Endkampf. Wolfgang Schmidt als Vorkampfbester mit 389 verteidigte mit 98 und 487 seine Führung. Thomas Kindler, mit 388 "vorbelastet", dürfte sich über seine beiden Neuner geärgert haben, denn 98 reichten nicht für eine Verbesserung, und er rutschte sogar auf Platz drei ab. Mit 387 gestartet, legte Werner Hillebrand 99 Ringe nach und schob sich mit ebenfalls 486 wegen des besseren Finalergebnisses noch auf Rang zwei vor. Den Lindenholzhäuser Triumph komplettierte Jürgen Hilfrich mit 382 (383, 99) als Vierter. 6. Michael Haar (Hadamar) 376, 8. Thomas Wild (Oberbrechen) 372, 16. Dieter Thomas (Lindenholzhausen) 346. In der Mannschaftswertung, in der alle Klassen in einen Topf geworfen werden, düpierte Lindenholzhausen seine Gegner. Mit 1158 schossen Werner Hillebrand (387), Jürgen Hilfrich (383) und Thomas Kindler (388) einen Vorsprung von 66 Ringen vor dem Zweiten, 1864 Biebrich (1092), heraus.
Tapferer Matthias Pätzold
Mit der Standardpistole – je vier Mal fünf Schüsse in 150, 20, und 10 Sekunden – schlug sich Matthias Pätzold (Limburg) in der Schützenklasse mit 492 als Sechster wacker. In der Altersklasse wurde Ralf Kühr (Dietkirchen) mit für ihn enttäuschenden 463 ebenfalls Sechster.
Einen wahren Medaillenregen gab es für die Starter aus dem Kreis Limburg im Kleinkaliber Liegendkampf. Ein Ring fehlte Manfred Kern (Eisenbach) zum Treppchenplatz (5. mit 563). In der Damenklasse stritten sich zwei Eisenbacherinnen um den Sieg. Mit 575 setzte sich Melanie Mittelstädt gegen Andrea Trost mit 570 durch. Sieger bei den Junioren B wurde Andreas Eckert (Kirberg) mit 566 vor Lukas Blumtritt (Ellar) mit 510. Für die Bestleistung des Tages sorgte der bei den Junioren A startende Kevin Büttner (Kirberg), der mit 591 allen anderen deutlich überlegen war. 4. Mario Schmitt (Ellar) 540. Bei den Juniorinnen B holte sich Jeannine Göbel (Eisenbach) mit 568 einen weiteren Titel. Silber und Bronze gab es in der Altersklasse. Hier hielten Bernhard Hilb (Hadamar/576) und Rainer Bendermacher (Dietkirchen/561) die heimischen Fahnen hoch. Einen weiteren Titelgewinn konnte Ulrich Pittner (Kirberg/578) in der Seniorenklasse verbuchen. 4. Klaus-Jürgen Faust (Kirberg) 570, 6. Heinz Wunsch (Dietkirchen) 542, 7. Friedhelm Leber (Kirberg) 340. In der Mannschaftswertung belegten die drei Kirberger mit 1688 Rang zwei.
Klingenhagens 315 Ringe
Mit dem Ordonnanzgewehr erweiterte Matthias Klingenhagen (Hadamar) seine Titelsammlung. In der Schützenklasse übertraf er mit 315 als einziger die 300-Ringe-Grenze und führte überlegen mit 40 Ringen Vorsprung das Feld an. Die Resultate aus der Altersklasse liegen nicht vor, aber es spricht alles dafür, dass Bernhard Hilb mit 329 und Hans-Peter Jung (beide Hadamar) mit 327 die beiden ersten Plätze, wie aus dem Mannschaftsergebnis zu sehen, unter sich ausgemacht haben. In der Mannschaftswertung setzten sich die drei Hadamarer mit 971 und exakt 150 Ringen vom Verfolgerfeld ab. – Rest folgt!
Artikel vom 19. April 2011, 03.23 Uhr (letzte Änderung 19. April 2011, 05.03 Uhr)