Limburg-Lindenholzhausen. Am vergangenen Montag jährte sich der Luftangriff auf Lindenholzhausen zum 80. Mal ...
Am frühen Nachmittag des 25. November 1944 sind bei einem Angriff von vier alliierten Bombern auf das Schulgebäude, das eine wichtige Funkanlage beherbergte, schwere Verwüstungen entstanden. Entlang einer Schneise von „Schossee“ bis zur Fahnenstraße erlitten Wohnhäuser und landwirtschaftlich genutzte Gebäude (insbesondere Scheunen und Ställe) schwere Schäden, ebenso das Schulhaus. Die Gebäude des alten Ortskerns konnten der verheerenden Wirkung der Sprengbomben naturgemäß kaum etwas entgegensetzen. Einige Trümmerteile wurden von den Druckwellen bis in die Bahnhofstraße geschleudert.
Viel schlimmer als die Zerstörungen wog aber der Verlust von vier Menschen, die an diesem Tag unter den zusammenstürzenden Häusern getötet wurden. Dies waren Jakob Otto (71 Jahre) und Magdalena Dernbach (59 Jahre) in der Schulstraße sowie Alexander (48 Jahre) und Gertrud Fachinger (5 Jahre) - Vater und Tochter - aus der Fahnenstraße. An sie erinnern die vier Gedenkplatten, die rechter Hand des Kriegerdenkmals auf unserem Friedhof abgelegt sind.
Auch heute, gut ein Menschenalter nach dem Luftangriff, von dem kaum noch Zeitzeugen erzählen können, sollten wir das Erinnern an die Opfer bewahren und ihre Namen nennen. Gedenken wir ihrer und aller Opfer der Kriege in einem stillen Moment und sind in Zeiten, in denen Freiheit und Frieden so zerbrechlich sind, ein Vorbild für ein Leben in Frieden!
Ihre Ortsvorsteherin Carina Schneider
Bild: Mahnmal auf dem Friedhof Lindenholzhausen
Hin
weis: Verwendung der Artikel mit freundlicher Genehmigung der Wittich Verlage KG, Höhr-Grenzhausen.