Inhalt
Vorwort
Im Landkreis Limburg-Weilburg sind noch heute auf zahlreichen Friedhöfen und an alten Kirchen barocke Grabkreuze bzw. Grabdenkmäler aus grauem Lahnmarmor vorhanden, die im 17. und 18. Jahrhundert von heimischen Steinmetzen angefertigt wurden.
Nach der Denkmaltopographie für den Landkreis Limburg-Weilburg und für die Stadt Limburg befinden sich solche Grabmale auch in Lindenholzhausen. Bei diesen sicherlich kostspieligen Grabkreuzen bzw. Grabdenkmälern, die zum Teil kunstvoll gestaltete und sprachlich interessante Inschriften enthalten, sowie mit bildhauerischem Dekor und figürlichen Darstellungen versehen sind, handelt es sich nach dem Hessischen Denkmalschutzgesetz um Schützens- und erhaltenswerte Kulturdenkmäler.
Sie dokumentieren die kunstfertige Schaffensweise der hiesigen Steinmetze in der Barockzeit. Die zum Teil umfangreichen Inschriften sind sprachlich ein Zeugnis des 17. und 18. Jahrhunderts. Ferner enthalten sie in genealogischer Hinsicht wertvolle Hinweise und sind somit für die Familienforschung in vielen Fällen eindeutige und willkommene Beweisstücke. Zudem gelten die Grabkreuze als christliche Glaubenszeugnisse ihrer Zeit. In ihnen spiegelt sich die damalige volkstümliche Friedhofskultur in unserer heimischen Region wider.
Auf dem Friedhof in Lindenholzhausen (alter Teil), dessen Ursprung bis in die Urnenfelderzeit zurückreicht, gibt es noch 22 Grabkreuze aus dieser Epoche, und von weiteren drei abhanden gekommenen sind die Inschriften bekannt. Es handelt sich um Grabdenkmale für Einwohner aus Lindenholzhausen sowie in zwei Fällen um solche aus Eschhofen und dessen Ortsteil Mühlen. Die Grabkreuze befinden sich in der Friedhofsmauer sowie an der alten Kapelle, der vormaligen Leichenhalle. Die Inschriften dieser Grabkreuze wurden in mühevoller Kleinarbeit entziffert. Heute sind sie zum Teil kaum noch lesbar. Daher werden nachfolgend die entsprechenden Texte fortlaufend ganz oder auszugsweise wiedergegeben. Die in den zusätzlichen Ausführungen enthaltenen genealogischen Daten sowie die von den Grabinschriften abweichenden Namensangaben – in heutiger Schreibweise – wurden den entsprechenden Kirchenbüchern entnommen.
Buch
[Hier] findet man das Buch von Winfried Breser, in dem Inschriften der barocken Grabkreuze dargestellt werden.
Das Buch kann auch über nachfolgenden QR-Code aufgerufen werden:

