... Nach bisherigen Ermittlungen hatte die 47-jährige Beschuldigte den jungen Mann seit Jahren gepflegt und zusammen mit der Großfamilie im gleichen Haus gewohnt. Nach ihren eigenen Angaben hatte sie den 19-jährigen nach der Essensversorgung mehrere Minuten gewürgt und ihn anschließend reglos im Rollstuhl zurück gelassen. Später wurden Angehörige auf den Reglosen aufmerksam und verständigten den Notarzt. Reanimationsversuche durch die Rettungskräfte waren erfolglos. Hinweise auf einen unnatürlichen Tod sind bei der Leichenschau nicht gefunden worden, sodass die Beerdigung am 20. Mai erfolgte.
Die Tatverdächtige vertraute sich am vergangenen Wochenende der Mutter des Getöteten an. Nach Besprechung mit einem Rechtsanwalt wurde am Montagmittag die Polizei in Limburg aufgesucht.
Auf richterliche Anordnung wurde der Leichnam am Dienstag exhumiert und beim gerichtsmedizinischen Institut in Gießen obduziert. Die Ergebnisse der Untersuchungen stehen noch aus. Die Beschuldigte wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft der Ermittlungsrichterin vorgeführt und bestätigte dort ihre bisherigen Angaben. Gegen sie erging Haftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts des Totschlags.
