Hinweis: Verwendung der Artikel der Nassauischen Neuen Presse mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Societäts-Druckerei.
Erfolg beim Deutschen Chorwettbewerb in Dortmund/Vierter Platz für die „Harmonie“ Lindenholzhausen
Bild: Mit 23,6 Punkten holte sich „Camerata Limburg“ unter der Leitung von Jan Schumacher beim Deutschen Chorwettbewerb den ersten Preis in der Klasse von 16 bis 40 Teilnehmer. Foto: NNP Mit 23,6 Punkten holte sich «Camerata Limburg» unter der Leitung von Jan Schumacher beim Deutschen Chorwettbewerb den ersten Preis in der Klasse von 16 bis 40 Teilnehmer. Foto: NNP23,6 Punkte gab es von der Jury für den Auftritt. Damit setzte sich das Ensemble «Camerata Musica» aus Limburg unter der Leitung von Jan Schumacher gegen die Konkurrenz auf dem deutschen Chorwettbewerb in Dortmund durch und wurde erster Preisträger in der Kategorie «Männerchöre von 16 bis 40 Mitwirkende». «Mit hervorragendem Erfolg teilgenommen», so das Urteil der Jury, das auch den Sieg in dieser Klasse bedeutete.
Die härteste Konkurrenz kam fast aus den eigenen Reihen, mit dem ebenfalls aus ehemaligen Limburger Domsingknaben bestehenden Chor «Ensemble Rosignol» (23,2), das unter der Leitung von Mathias Schmidt in Dortmund antrat. In der Männerchorklasse «Männerchöre ab 41 Mitwirkende» gab es keinen Sieger. Hier holte die «Liedertafel» unter ihrem Dirigenten Jürgen Faßbender 22,6 Punkte und die Wertung «mit sehr gutem Erfolg teilgenommen». Damit wurde kein erster Preis vergeben.
Teilnahme ist Erfolg
Die «Harmonie» aus Lindenholzhausen kam unter der Leitung von Jan Schumacher auf 20,4 Punkte und erzielte damit die Bewertung «mit gutem Erfolg teilgenommen». Die gleiche Wertung bekam «You’N’joy» Cäcilia Lindenholzhausen die mit ihren 16,0 Punkten in der Klasse «Jazz-vokal et cetera – mit Begleitung» auf dem sechsten Platz kam.
«Schon die Teilnahme an diesem Deutschen Chorwettbewerb ist ein Erfolg», zollte Michael Blume als Leiter der Jury den Teilnehmern zu Beginn des Wettstreits der Männerchöre mit 16 bis 40 Mitwirkenden Respekt und Anerkennung. Der Jury, die auch für die zweite Männerklasse zuständig war, gehörten neben Blume noch Hans-Joachim Lustig, Bernd Engelbrecht und Oskar Egle an. Besonders schwer war es in der mit acht Chören besetzten Klasse zwischen 16 und 40 Mitwirkenden. Die Leistungen lagen doch sehr eng zusammen und immerhin fünf Chöre wurden mit einem Preis bedacht.
Mit «A Drunk’s Song» von Robert Coryn, «Die Loreley» von Friedrich Silcher, «Beatus ille servus» von Francesco Foggia, «Exultate Deo» von Jurijus Kalcas, «Liebe» von Franz Schubert und «Gryning vid havet» von Hugo Alfvén gab «Camerata Musica» in der Pauluskirche von Dortmund den folgenden Chören «ein Pfund» vor, an das kein nachfolgender Chor mehr heran kam. Lediglich das «Ensemble Rossignol» unter der Leitung von Matthias Schmidt brachte als letzter der teilnehmenden Chöre unter den vielen Besuchern noch so etwas wie Zweifel an dem Sieg des Limburger Ensembles oder zumindest Spannung auf.
Sonderpreis
Am Ende jedoch setzten sich unter den ehemaligen Limburger Domsingknaben diejenigen durch, die als hessische Vertreter an dem Deutschen Chorwettbewerb teilgenommen hatte. Das «Ensemble Rossignol» war für Rheinland-Pfalz gestartet. Mit dem Klassensieg verbunden war für «Camerata Musica» die Teilnahme am gestrigen Preisträgerkonzert. Für das «Ensemble Rossignol» gab es einen Sonderpreis von «Musica International» für das beste Wettbewerbsprogramm in der Kategorie.
Nicht so gut lief es für die «Harmonie» aus Lindenholzhausen unter der Leitung von Jan Schumacher. War der große Männerchor noch beim Hessischen Chorwettbewerb in Schlitz, wo er sich als Sieger die Teilnahme in Dortmund verdient hatte, ganz vorne, reichte es in Dortmund nur zu Rang vier. Mit «I Will Praise thee, o Lord» von Knut Nystedt, «Soave fia il morir» von Giovanni P. da Palestrina, «Saltarelle» von Camille Saint-Saens, «Bunte Blumen» von Heinrich Bungart, «Verbundenheit op. 35, Nr. 6» von Arnold Schönberg und «Set down servant» von Robert Shaw erzielte die Harmonie 20,4 Punkte.
Dennoch konnte sich mit Jürgen Faßbender ein Limburger in dieser Klasse über den Sieg freuen. Das unter seiner Leitung stehende und für Rheinland-Pfalz startende Ensemble «Liederkranz», das sich aus Sängern verschiedener Chöre zusetzt, holte sich den Klassensieg. Mit 22,6 Punkten bewertete die Jury die Leistungen.
Im Freizeitzentrum West ging «You’N’joy» aus den Reihen der «Cäcilia» Lindenholzhausen an den Start. Für seinen Auftritt mit «He Beeped when he should bopped» von John Dizzy Gillespie, «A day in the life of a fool» von Carl Sigman/Luiz Bonfa, «Bohemian Rhapsody» von Freddie Mercury und «Let me entertain you» von Robbie Williams/Guy Chambers wurde das Ensemble mit 16,0 Punkten bedacht. Damit belegte es Platz sechs unter sieben Teilnehmern.
Immer ein Preisträger
Zufrieden zeigten sich nicht nur die heimischen Sängerinnen und Sänger. Auch Landrat Manfred Michel (CDU), der von einer «Super-Leistung aller Teilnehmer» sprach, Limburgs Bürgermeister Martin Richard (CDU) und der Vorsitzende des Sängerkreises Limburg, Gerhard Voss, waren überaus zufrieden mit dem Erfolg der Vertreter aus der Region. Seit Hannover 1985 ist immer ein Chor aus dem Sängerkreis Limburg unter den Preisträgern des Deutschen Chorwettbewerbers gewesen. kdh
