Hinweis: Verwendung der Artikel der Nassauischen Neuen Presse mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Societäts-Druckerei.
Betrieb baut neben Supermärkten
Nach Angaben von Bürgermeister Richard (CDU) geht der jetzige Standort auf den Wunsch des Unternehmens zurück. Zwar sei zunächst die Ansiedlung auf dem ehemaligen Sportgelände ins Auge gefasst worden, doch dort handle es sich um ein Mischgebiet. Dies könne auf längere Sicht zu Problemen für und mit dem Gewerbebetrieb führen. «Der Wunsch nach einer Ansiedlung in einem Gewerbegebiet ist nachvollziehbar. Es handelt sich um eine langfristige Investition, da wollen die Inhaber Sicherheit haben», sagte Richard. Die Fläche, die nun in der Nähe der vorhandenen Märkte bebaut werden soll, ist bisher als Ausgleichsfläche ausgewiesen. Nach Angaben von Richard wird es für die bebaute Ausgleichsfläche Ersatz geben.
«Wir sind für eine Ansiedlung des Unternehmens in Lindenholzhausen», machte Sabine Wirth (Grüne) deutlich, «aber nicht in der Nähe der Einkaufsmärkte». Für die Grünen ist das ehemalige Sportgelände der richtige Standort. Sigrid Schmüser (BZL) kritisierte, dass das Unternehmen zunächst die als Ausgleich ausgewiesene Fläche erworben habe und nun erst die baurechtlichen Voraussetzungen geschaffen würden – für die Stadt damit quasi eine Art Handlungszwang bestehe. Nach ihrer Einschätzung gibt es genügend Gewerbeflächen in den anderen Stadtteilen, um eine Ansiedlung zu ermöglichen.
Günstige Lage an der B 8
Damit standen Grüne und BZL jedoch allein in der Versammlung. Für Peter Licht (CDU) ist es geboten, dem Unternehmen eine Fläche in Lindenholzhausen zu bieten, da die bisher genutzten Räume zu klein seien. Auch Reinhard Penner (SPD) sprach sich für eine Ansiedlung in Lindenholzhausen aus, da damit Arbeitsplätze gesichert seien. Für Guntram Gumprecht (FWG) ist der gewählte Standort an der B 8 günstig. Dr. Dr. Lothar Schmidt-Homann schloss für die FDP den Reigen der Befürworter ab. jl
