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Philippinische Chöre begeistern beim Konzert in Oberweyer
Der "Ateneo College Glee Club" von den Philippinen hat bei einem Internationalen Chorkonzert im Dorfgemeinschaftshaus in Oberweyer unter Beweis gestellt, warum er gerade beim "Harmonie"-Chorfestival in Lindenholzhausen die Klasse der Gemischten Chöre mit Folkloreprogramm gegen starke Internationale Konkurrenz gewonnen hat.
Die Studenten aus der Millionenstadt Manila unter der Leitung ihrer Dirigentin Maria Lourdes Venida-Hermo liefen befreit vom Leistungsdruck des Wettbewerbes zu absoluter Höchstform auf und kamen ohne Zugaben nicht von der Bühne.
"Das ist das Beste, was ich je an Musik in Oberweyer gehört habe", war der Vorsitzende des veranstaltenden Männerchors "Liederblüte" Oberweyer, Klaus Härtle, begeistert. Und mit Chören aus Litauen und Tschechien haben die Oberweyerer bereits starke sängerische Klasse anlässlich des Lindenholzhausener Festivals in der Vergangenheit zu Gast gehabt, wie Härtle berichtete.
Da habe das Organisationsteam diesmal dem Verein einen richtig herausragenden Chor zugeteilt. Die jungen Leute von den Philippinen fühlten sich in Oberweyer ebenfalls sichtlich wohl, und spendeten artig auch für die Liedbeiträge der ortsansässigen Gruppen Applaus.
"Ateneo" tourt derzeit in Europa drei Monate am Stück von Chorfestival zu Chorfestival. Wie Härtle berichtete, hatten sie zuvor schon in Bulgarien in Sofia und Varna sowie im schweizerischen Montreux gesiegt. Weitere Wettbewerbe folgen, bei denen die Philippinos wahrscheinlich wieder kaum zu stoppen sein werden.
Ebenfalls in Oberweyer zu Gast war das Manila Vocal Ensemble unter der Leitung von Thomas Cabantac. Mit ihrer kleineren Besetzung konnten die im Mittelfeld platzierten Ortsrivalen aus Manila das riesige Klangvolumen von "Areneo" natürlich nicht übertreffen. Aber auch dessen Mitglieder hatten vor allem bei den Frauen nur selten zu hörende Klasse in der Stimme. Was aber besonders an diesem Ensemble gefiel, waren die wunderschönen Volkstänze, die den zahlreich zum Konzert erschienenen Besucher aus Oberweyer und Umgebung die fremde Kultur Südostasiens deutlich näher brachten.
"Banga" beschrieb die Anmut der Frauen, die auf ihren Köpfen Wasserkrüge aus der Quelle holen, "T Boli" zeigte den Lebensrhythmus des Volksstammes der "T Boli". Bei "Kappa malong" wurden die verschiedenen Arten gezeigt, die Malong-Tracht zu tragen. Der "Pangalay-Tanz" imitierte die Meereswellen. "Ateneo" bewies zunächst, dass sie internationale Literatur auch perfekt beherrschen, doch zum Ende des Programms führten sie dann in die Musik verschiedener philippinischer Volksstämme wie der "Tagalog" oder der "Cebuano" ein.
Marimbaphon
Die Anordnung und Bewegungen der Sänger auf der Bühne dazu zeigten, dass hier nicht nur außergewöhnliche Stimmen, sondern auch Profis in der Präsentation am Werke sind. Für zusätzliches internationales Flair sorgte bei dem Konzert das erst 15-jährige Talent Marc Dinges auf dem Marimbaphon. Dieses zur Familie der Xylofone gehörende Schlaginstrument wird vor allem in Lateinamerika eingesetzt und gilt als Nationalinstrument Guatemalas.
Gerade für die Gäste aus den Philippinen war es aber auch einmal interessant, von der "Liederblüte", dirigiert von David Fritzen, deutsche Volkslieder wie "Auf einem Baum ein Kuckuck" oder "Schöne Nacht" zu hören. Kostproben seines Könnens gab zudem der Frauenchor "ChoriFeen" Oberweyer, mit "Wenn ich ein Vöglein wär", aber auch, um dem internationalen Abendmotto gerecht zu werden, "Vem kan segla forütan vind" aus Skandidavien und dem englischen "Though Philomela Lost Her Love".
Neue Freunde gewonnen
Das Wichtigste aber neben dem gegenseitigen Vorstellen der Musikkultur der eigenen Heimat waren die Begegnungen der Sänger untereinander. Auf Englisch wurden mit den neuen Freunden aus Manila viele interessante Gespräche geführt. Und zum Abschied wünschten die Gäste aus Asien ihren Gastgebern noch Gottes Segen. Der Wunsch zur Rückkehr ist vorhanden, und wenn Gott will, wird man "Ateneo" in sechs Jahren in der Region beim nächsten "Harmonie"-Festival wiedersehen.rok (rok)
Artikel vom 06. Juni 2011, 18.31 Uhr (letzte Änderung 07. Juni 2011, 04.13 Uhr)
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Die Versammlung wählte jeweils einstimmig mit einer Enthaltung Barbara Bäcker (CDU) zur neuen Ortsvorsteherin und Kurt Weyhrauch (SPD) zu ihrem Stellvertreter.
